RUNEN - das Runenalphabet F U T H A R K 

F E H U

Fehu ist ein Trost für alle Menschen;
soll doch ein jeder Mann es reichlich spenden,
wenn er vor seinem Herrn Ehre erlangen will.
Geld ist ein Trost für jedermann
obwohl jeder es freigiebig verteilen sollte,
wenn er das Wohl des Herrn erlangen will.

Buchstabe

  • F

Bedeutung

  • Vieh
  • Rind
  • Reichtum

Schlüsselwörter

  • Bewegliche Kraft
  • Energie
  • Fruchtbarkeit
  • Erschaffung / Zerstörung
  • (Werden)

Magische Wirkungen

  • Stärkung der psychischen Kräfte
  • Medium für die Übertragung oder Projektion von Kraft
  • Aussendende Rune
  • Anziehung der projektierten Macht von Sonne, Mond und Sternen in die persönliche Sphäre
  • Förderung der persönlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung sowie Vergrößerung des persönlichen Reichtums
  • Beeinflussung beweglicher Güter, Zerstörung feindlicher Positionen
  • Amulette gegen finazielle Schwäche oder Bedrohungen, Talismane für materielle Mehrung

Heilrune

  • Zuständigkeit für den Brustbereich und gegen Atmungsbeschwerden
  • Kräftigung bei Krankheit und in Zeiten seelischer Krisen, Heilung erkrankter Fortbewegungsorgane

Orakelbedeutung

  • Finanzielle Stärke und Wohlstand ind der Gegenwart und der nahen Zukunft. Gewonnener und/oder erworbener Besitz

Numerische Bedeutung

  • Einheit

Geschlecht

  • weiblich

Element

  • Feuer, Erde

Runen-Halbmonat

  • 29.6. - 13.7.

Edelstein

  • Moosachat, Feuergranat

Pflanze

  • Maiglöckchen

Kraut

  • Brennessel, Nessel

Baum

  • Hollunder

Farbe

  • Hellrot, Feuerrot

Tier

  • Schlange, Falke

Gott/Göttin, Wesenheiten

  • Aesir, Freyr, Freyja

Astrologie

  • Sonne im Widder, Mond im 7. Haus

Tarot

  • Der Turm

Kraftplatz

  • vulkanische Böden



Früher bezeichnete diese Rune die Rinderherden, heute kann man sie ohne Probleme auf das Geld anwenden, da es sich hierbei um eine bewegliche Energieform (meist recht flüchtig) handelt. Konstruktiv wirkt Fehu auf das Fließen von Energie, neutral liefert Fehu bewegliche Energie und destruktiv verwandt, blockiert sie das Fließen und Dein Geldbeutel wird immer leichter. Fehu ist eine Fruchtbarkeitsrune und Freyr ist der dazugehörige Gott.



bildliche Deutung: aufragende Hörner des Viehs

Bedeutung:
(domestiziertes) Vieh (besonders Hausrind) = mobiler Besitz = Lebensgrundlage, Eigentum, Reichtum, Wohlstand, Fruchtbarkeit
Geld als Tauschmittel (s.a. engl. ’fee’), Güter, materielle Dinge
mobile Ressourcen entsprechen auch geistigen Ressourcen sowie psychischer Beweglichkeit, mobiler, expansiv-schöpferischer Energie ("innerer Reichtum"); Förderung magischer Arbeit

Energiefluß: Polarisation zwischen Erhalten (Gier) und Weggeben (Freigiebigkeit), Reichtum und Armut (mit Betonung auf der Ambivalenz von Reichtum; "Geld allein macht nicht glücklich"), Verantwortung

Polarisation zwischen Werden und Vergehen (hier als sich gegenseitig ausschließend aufgefaßt, nicht als Zyklus!)
mit Werden korreliert: Freyr u. Freya; Nerthus im Frühjahr, Fruchtbarkeit; erschaffende Wärme in Ginnungagap; Audhumbla, die Ymir aus dem Eis leckt (nach anderer Deutung auch das "Urfeuer")
mit Vergehen korreliert: Surt, Feuerriese, Gluthitze von Muspellheim, Nerthus im Herbst



Althochdeutsch: fehu, fahu
Altenglisch: feoh
Altnordisch: fe, fehu, feu
Gotisch: faihu, fe

Feoh byth frofur
fira gehwylcum;
sceal ðeah manna gehwylc
miclun hyt doelan
gif he wile for drihtne
domes hleotan

Feoh ist ein Trost für alle Menschen;
Doch muss ihn jeder frei verschenken,
Wenn er zu Ehre gelangen will
Vor dem Angesicht des Herrn.

Traditionell ist die Bedeutung von Fehu "Rinder". Die Form der Rune erinnert an die Hörner eines gehörnten Tieres, oder an die Raben Odins (wenn man sie dreht). In den damaligen nördlichen indoeuropäischen Kulturen war das Vieh ein wesentlicher Bestandteil des Lebens.

Ein weiterer Aspekt von Fehu wird mit dem Urfeuer assoziiert.

Die Kämpfe am Ende der großen Wanderbewegungen sind ein letzter Aspekt dieser Rune. Indoeuropäische Wortwurzeln wie Pei- (verletzen), peik- (schneiden, markieren) und das altenglische feoþe und das althochdeutsche fehþa (kämpfen).



Deutung der Rune
Feoh weist auf spirituellen Reichtum hin, den wir zum Wohl aller nutzen sollen. Es ist eine Rune der selbstlosen Fülle. Lassen sie ihre Fülle über ihrem Weg und über dem Weg anderer leuchten. Es wird ihnen nie an spirituellem Reichtum mangeln; aber vergeuden sie ihn nicht an Menschen, die ihn mißbrauchen.

"Horten sie ihren Reichtum nicht. Nutzen sie ihn zum Wohle aller."

Deutung der umgekehrten Rune
Sie besitzen großen inneren Reichtum, aber seelische Störungen verhüllen ihn. Streben sie nach Ausgewogenheit im Leben, und sie werden die reichen Gaben und Talente entdecken, die bereits ihnen gehören. Erheben sie Anspruch auf ihr Schicksal.

Bedeutung: Rind
Das Vieh war für die nordischen Völker ein Zeichen von Reichtum und Ansehen. Wie alle Tiere waren Rinder heilig, aber man verspeiste sie auch bei Festen und nutzte sie somit zum Wohl aller.
Der physische Reichtum ist nicht von Dauer, wohl aber der spirituelle. Die Weisheit, die sie lernen und ihr Leben aufnehmen, kann ihnen niemand nehmen, einerlei, wie oft sie sie mit anderen teilen.
Jeder Mensch besitzt spirituelle Gaben, selbst wenn er sich dessen nicht bewusst ist.
Wenn sie z.B. mitfühlend sind, teilen sie die Gabe der Liebe mit anderen.
Jeder Mensch hat viele Gaben; doch nur wer sie kennt, kann sie nutzen.



Sinnbild: Tierherde

Kraft: Feuer

Bedeutung: Die Rune Fehu steht für Energie und Reichtum. Zuviel Energie, vor allem wenn sie nicht zielgerichtet eingesetzt wird, erzeugt Chaos. Fruchtbarkeit und Kreativität stehen ebenfalls für diese Rune.

Losung: Energie ist unendlich, wenn wir sie nicht blockieren.

Orakel: Grundlage für jede Art eines Anfangs. Sie haben genügend Energie, um Vorhaben aller Art zu verwirklichen. Um finanzielle Angelegenheiten brauchen Sie sich ebenso wie um Ihre Kraftreserven gerade keine Sorgen zu machen. Wenn die materiellen Belange des Geldes und der Kraft noch nicht gesichert sind, so wird dies in naher Zukunft geschehen. Setzen Sie die Ihnen zur Verfügung stehende Energie sinnvoll und zielgerichtet ein. Verzetteln Sie sich dabei nicht, sonst bricht das Chaos der Unordnung über Sie herein.

Talisman: Fehu symbolisiert die Fülle. Sie stellt die Hörner eines Auerochsen dar und symbolisierte ursprünglich materiellen Reichtum in der Form von Vieh. Heute zeigt Fehu Fülle materieller und geistiger Art an. Als Rune der Fruchtbarkeit kann sie auch eine tatsächliche oder symbolische Geburt weissagen. Diese Rune sorgt für die Vermehrung materiellen Besitzes und Ihrer persönlichen Energie, sie fördert die Stärkung und den Kraftaufbau der mentalen Kräfte.



Orakelstab 24: Höherer Lohn

Runenbegriff: Vieh (Besitz, Habe)

Sinngehalt: der Opferhingabe bzw. dem allgemeinen Wohlverhalten entquellende Segenskeime

Mondcharakter: erblühter Vollmond

Tyrkreisort: Schütze, Skorpion-Einflüsse

Aus der Opferhingabe der Skorpion-Phase erhebt sich jener tiermenschliche Zentaur, der den sehnsuchtsvollen Pfeilschuß in die Auferstehung des weltlichen Erwachens hineinschleudert. Der Stab ist im wesentlichen von Schütze-Einflüssen geprägt, zukunftsorientiert, hoffnungsfroh, von umfassender Einsicht, Großzügigkeit und schwungvoller Aktivität. Als Zeichen des Besitzes, speziell der beweglichen Habe, wurde dieses Runenwort stets gedeutet. Gemeint ist aber nicht das sinnlos raffende, knechtende Zinskapital, sondern das hilfreich ordnende, den Wohlstand der Gesamtheit hebende, anständige Geld aus redlichen Einkünften, denn die »Viehseele«, jenes präexistente, vorweltliche Ideenbild, welchem das Nutzvieh erwuchs, galt als Synonym für »guten Sinn«. Unter diesem Aspekt fordert uns die Viehrune auf zum Wohlverhalten gegenüber Mitmensch und Kreatur. Das Vieh, ja die Tiere allgemein, jene noch unvollkommenen Geschwister des Menschen, bedürfen unserer Fürsorge und liebevollen Anteilnahme im sich gegenseitig stützenden Ring des Lebendigen. Der Orakelzweig spricht vom materiellen Segen, der aus transzendentem Bewußtsein - gepaart mit Verantwortungsgefühl für diesseitige Harmonie - erwächst. Sie könnte derartigen Zugewinn ankündigen oder aber dergestaltige Ermahnungen aussprechen. So singt gerade jene Rune, welche in schlichtestem Wortgewande einhergeht, das erhabene Lied von der höheren Habe, von den geistigen Schätzen der rechtschaffenen Seele, über die erst im Gegenzug des numinosen Gnadenaktes das Füllhorn weltlichen Wohlstandes ausgegossen wird. Unangekränkelten Gefühls vermag sich demnach der Besitzer beständigen Reichtums seiner irdischen Schätze zu erfreuen, galten sie doch als sichtbare Zeichen jener »himmlischen Ortes erworbenen Huld«. Unter solcher Betrachtungsweise darf die Viehrune als verpflichtender Wegweiser gelten: Segensgaben in dieser wie in jener Welt erwachsen allein aus der Beachtung des Rita, des heiligen Weltgesetzes der Wahrheitsordnung. Im karmischen Sinne wird letztlich und dauerhaft kein Unschuldiger Strafe erleiden und kein Unwürdiger Lohn empfangen.



Interpretation: bewegliches Eigentum, Macht

In der Mythologie wird diese Rune mit dem kosmischen Urfeuer Muspellsheims in Zusammenhang gebracht. Andererseits gibt es auch eine Verbindung zu Frigg, Freyja und Freyr. Frigg und Freya empfangen aus der Kraft der Fehu-Rune die Seherinnengabe.

Fehu ist die reine archetypische Energie der Bewegung. Sie beschreibt den Zyklus von Geburt - Leben - Tod und Wiedergeburt.

Diese Rune bewirkt die Stärkung der psychischen Kräfte, die Förderung persönlicher und gesellschaftlicher Weiterentwicklung, aber sie ist auch das Medium für die Projektion und Übertragung von Macht



Urgermanisch: fehu - Gotisch: faíhu - Altenglisch: foeh - Nordisch: fé

Esoterische Interpretation des Namens: bewegliches Eigentum, Macht
Ideographische Interpretation: Hörner der Rinder des Viehbestands

Fehu ist die reine archetypische Energie der Bewegung und Ausdehnung im Multiversum. Es ist die Kraft, die aus Muspellsheimr fließt, die Quelle des kosmischen Feuers, aus welchem Midhgardhr hervorging (siehe I-Rune). Die F Rune ist Ausdruck der all-umfassenden und allgegenwärtigen Macht und wird durch die anstürmende Rinder-herde und durch Lauffeuer symbolisiert. Das kosmische Feuer von Muspellsheimr spielt bei der Erschaffung der Welt eine wesentliche Rollt war aber auch der entschei-dende Faktor in den zerstörerischen Kräften von Ragnarök. Surtr, der Feuerriese, breitet die Flammen der Zerstörung über die ganze Welt aus und tötet so alle Götter und Menschen mit Ausnahme jener, die dazu bestimmt sind, zu überleben oder auf der Idha Ebene der neuen Welt wiedergeboren zu werden (der strahlenden Ebene, Idhafeld). Man muß beachten, daß Fehu nicht für die undifferenzierte, homogene Macht des kosmischen Feuers von Muspellsheimr steht, sondern eher für das Myste-rium seines ewigen, wunderbaren Wirkens innerhalb des ganzen Multiversums.

Diese Rune ist für die der Fruchtbarkeit zugrundeliegende Kraft zuständig.

Die F-Rune verkörpert das Mysterium sowohl der Erschaffung als auch der Zerstörung und das harmonische Zusammenwirken dieser beiden Extreme, aus denen dann die dynamische, evolutionäre Kraft hervorgeht. Fehu ist die Rune des ewigen Werdens. Zusammen mit mehreren anderen Runen beschreibt sie den heiligen Prozeß von Geburt - Leben - Tod - Wiedergeburt oder von Entstehung-Sein / Werden Vergehen und neuem Werden. Genauer definiert, stellt Fehu die archetypische Kraft dar, welche diesen ewigen Prozeß in Ganz setzt.

Die F-Rune ist die Essenz beweglicher Macht. Dies wird aus der profansten Bedeu-tung ihres Namens ersichtlich: "Geld" oder "Vieh" (im Gegensatz zur O-Rune). Diese Wortwurzel bedeutete ursprünglich "beweglicher Reichtum" oder "bewegliches Eigentum" und wurde dann dem Begriff des lebenden Inventars zugeordnet, welches für die meisten altgermanischen Völker die wichtigste Form des beweglichen Eigentums darstellte.

Später wurde dieses Wort benützt, um den Begriff "Geld" auszudrücken und daher stammt auch das moderne englische Wort "fee" Zusammenfassend lässt sich feststellen, daß die F-Rune eine bewegliche Form der Macht repräsentiert. Im magisch-psychischen Bereich ist das Konzept der beweglichen Macht eng mit dem altgermanischen Begriff des hamingja verbunden. Dieser Aspekt des psychosomatischen Komplexes kann am ehesten als bewegliche und übertragbare magische Macht definiert werden. Das hamingja (oft als "Glück" übersetzt) kann von einem Einzelwesen ausgehen, vergleichbar mit dem Astralkörper anderer Lehren. Fehu ist dis auf ein Ziel gerichtete expansive Kraft, welche die Projektion seelischer Wesenheiten und magischer Macht von einem Menschen auf einen anderen oder von einem Menschen auf ein Objekt erleichtert.

Oft wird die Macht der F-Rune in der Mythologie als überirdischer Schein über Grabhügeln und Grabstätten, oder sogar als feuriger Ring dargestellt.



Rune des beweglichen Eigentums,des Geldes und Goldes

Hüte und mehre Deinen Besitz,
er gibt Dir Sicherheit und Unabhängigkeit.
Doch ehre höher
den verborgenen Wert in Deinem Inneren.

Entdecke den heiligen Hort Deiner Ahnen in Dir,
befreie ihn
und teile den goldenen Schatz unter den Deinen.

Der wertvollste Besitz eines Volkes ist neben seiner Heimat sein Ahnengeist. Allegorisch ist dieser Ahnengeist das Rheingold, auf welchen der Drache Fafnir (Lüge, Täuschung, Habgier) sitzt und dem Volk den Zugang zu seinem Erbe versperrt. Nur einer kann das Gold befreien, der wahre heldische Wälsung (= Wahlsohn, der Sonnenheld und Drachentöter) mit der Schwertmacht ("Notung"-aus der Not geboren=höhere Erkenntnis, aus der sich die Kraft des arteigenen religiösen Bewußtseins entfaltet,Symbol der schöpferischen Sonnenkraft) seines Wa(h)lvaters Wotan.

Dieses völkisch-religiöse Bewußtsein bringt letztendlich die unumstößliche Wahrheit, die alle Lügen und Fiktionen der Moderne überwinden wird. Fehu ist das Mysterium des Goldes, diese zu befreien ist die hervorragendste Aufgabe unserer Zeit; dem deutschen Volk den Zugang zu seinem germanischen Erbe und Weistum zu ermöglichen. Nur hier findet das Volk den beständigen und beglückenden Wert seiner Selbst und damit wirklichen Reichtum.

Fehu ist das reiche Volk, welches fest in seinem Urgrund verankert ist und jedem Weltensturm unerschütterlich entgegen treten kann.

Wehe dem, der die Kräfte dieser Rune mißbraucht, um seine egoistischen Ziele durchzusetzen, er wird den Fluch des Goldes erfahren. Nur bei dem, der sich nicht bereichern will, ist unser Erbe wirklich gut verwaltet.

Das Gold hatte bei den Germanen der Bronzezeit als Symbol der Sonne einen ideellen Wert. Es war ein Sinnbild ihres Reiches und des goldenen Zeitalters. Der in der germanischen Mythologie dargestellte "Fluch des Goldes" mag eine Anlehnung an jene Entwicklung im bronzezeitlichen Germanentums sein, als das Gold seinen kultischen Wert verlor und einzig zum materiellen Besitz wurde. Gleichzeitig erfuhr hier der germanische Mensch den Untergang des goldenen Zeitalters.

Den Zustand den wir zur Zeit erleben, ist der Gipfel des negativen Zustandes; die absolute globale Macht des Kapitals bei gleichzeitiger totalen Auflösung jeglicher gewachsenen Kultur und des Völkischen; also die Vernichtung all dessen, was das Menschsein bedeutet und uns unseren, über unser eigenes kurzes Leben hinausreichenden, unvergänglichen Wert und Sinn gibt. Darum ist der Mythos vom Drachen Fafnir, der aus Gier seinen Bruder und Vater erschlug, grimmig auf dem goldenen Hort liegt und uns den Zugang zu unserem Erbe versperrt, mehr denn je für unsere Zeit bezeichnend.



Besitz, Nahrung, Vieh
Wo immer ich auch wandere,
welchen Ort ich auch
Heimat nenne,
mein Reichtum liegt in
meinem Herzen,
in allem, was ich erfuhr,
und im wahren Traum meiner Seele.
Fehu ist die Rune der Erfüllung: Ehrgeiz wird befriedigt, Liebe wird geschenkt, Lohn wird empfangen. Sie verheißt Nahrung, sei sie nun materieller und profaner oder spiritueller und göttlicher Natur. Denn wenn das uralte Axiom "Wie oben, so unten" wahr ist, dann sind wir auch hier, um Gott zu nähren.

Diese Rune verlangt, dass Sie gründlich erforschen, was Gewinn und Profit in Ihrem Leben bedeuten. Prüfen Sie sorgfältig, was Sie für Ihr Wohlergehen wirklich benötigen: Sind es Reichtum und Besitz oder doch eher Selbstbestimmung und zunehmende eigene Willenskraft?

Ein weiterer Aspekt von Fehu ist die Bewahrung des Gewonnenen. Diese Rune rät zu Wachsamkeit und ständiger Aufmerksamkeit, vor allem in günstigen Zeiten, denn gerade dann ist die Neigung groß, sich entweder völlig im Erfolg zu verlieren oder aber unbekümmert und leichtsinnig zu werden. Genießen Sie Ihr Glück und denken Sie daran, es mit anderen zu teilen. Denn wer sich wirklich genährt fühlt, ist bereit, auch andere zu nähren.

In umgekehrter Position: Wenn Sie die Rune Fehu auf dem Kopf stehen ziehen, tauchen möglicherweise zahlreiche Enttäuschungen und Frustrationen in Ihrem Leben auf, die von trivialen bis zu wirklich schweren Verlusten reichen können. Sie können trotz großer Anstrengungen Ihre Ziele nicht erreichen, Sie greifen nach etwas, nur um es zu verfehlen, oder Sie müssen hilflos zusehen, wie alles, was Sie gewonnen haben, unter Ihren Fingern wieder zerrinnt. Beobachten Sie, was geschieht. Betrachten Sie die Ereignisse mit offenem Herzen und fragen Sie sich: "Was soll ich daraus für mein Leben lernen?"

Selbst wenn Sie Anlass zur Freude haben, sollten Sie sich jetzt nicht zu sorgloser Fröhlichkeit verführen lassen. In umgekehrter Position warnt diese Rune davor, dass zweifelhafte Umstände vorherrschen und in vielerlei Form und Gestalt auftauchen können. Sie werden jetzt mit der Schattenseite von Besitz konfrontiert. Doch handelt es sich dabei nur um vorübergehende Zustände, die kommen und gehen und nicht von Dauer sind. Die Auseinandersetzung mit der Schattenseite von Fehu gibt Ihnen die Möglichkeit zu erkennen, was Sie wirklich nährt.

Admin
R. Forstner-Billau
Wien
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